Differenzielles Lernen

Das gesamte Konzept als Download

Grundpfeiler der Trainingsmethodik ist das differenzielle Lernen und Lehren nach Schöllhorn [1].

Es wird stets darauf geachtet, dass die Spieler viele unterschiedliche Bewegungserfahrungen machen und dass ihnen Hilfestellungen gegeben werden, neue Bewegungen zu erlernen. Sie werden immer wieder vor neue Probleme gestellt, die sie möglichst eigenständig lösen sollen. Es wird ihnen ein Lösungsraum zur Verfügung gestellt, keine sture Vorgabe. Sicher bedarf es Hilfestellungen seitens der Trainer, die aber vor allem der Unterstützung dienen.

Durch das ständige Wechseln der Aufgaben und das Schaffen neuer Situationen werden Gehirn und Körper derart beansprucht, dass sich die Spieler immer wieder neu darauf einstellen müssen. Aus dieser Varianz entnimmt der Spieler viele Informationen über das Wirken seiner Bewegung. Diese Informationen kann der Spieler dann umsetzen und seinen eigenen Weg finden, was für ihn die optimale Ausführung ist.

Da im Fußball niemals zwei identische Situationen mit identischen Bedingungen vorkommen, sollte auch nicht versucht werden, Bewegungsabläufe durch Wiederholungen einzuschleifen. Durch die ständigen Veränderungen während des Spiels ist die Ausführung einer Idealtechnik selten bis gar nicht möglich. Die Spieler werden im Training so viele Variationen erleben, dass sie lernen, sich auf neue Situationen einzustellen und auf sie vorbereitet zu sein.


Literatur:

[1] Schöllhorn, Wolfgang; Differenzielles Lehren und Lernen von Bewegung – Durch veränderte Annahmen zu neuen Konsequenzen; Schriften der Deutschen Vereinigung für Sportwissenschaft; Band 144; 2005; S. 125-135